Reading is everything: Wie ich jede Woche ein neues Buch lese

Die Vorteile und positiven Auswirkungen von Lesen auf Gemüt und Wohlbefinden sind wohl allseits bekannt und ich kann mir sparen, näher darauf einzugehen. Deshalb halte ich es kurz mit einem Zitat von Norah Ephron aus einem der über fünfzig Bücher, die ich im letzten Jahr gelesen habe:

Reading is everything. Reading makes me feel I’ve accomplished something, learned something, become a better person. Reading makes me smarter. Reading gives me something to talk about later on. Reading is the unbelievably healthy way my attention deficit disorder medicates itself. Reading is escape, and the opposite of escape. (…) Reading is grist. Reading is bliss.“

Nora Ephron – I feel bad about my neck

Lesen ist eines der besten Hobbies überhaupt – man kann es immer und überall ausführen und ist als Büchereimitglied sehr kostengünstig unterwegs. Dennoch suchen wir oft Ausreden, wenn es darum geht, ein Buch in die Hand zu nehmen: Nach der Arbeit zu müde; zu wenig Zeit, als dass sich die paar Seiten lohnen würden; im Fernsehen läuft außerdem Dschungelcamp. Alles Blödsinn, sage ich! Mit dem Lesen ist es nämlich wie mit dem Sport: Die Überwindung ist oft groß, doch danach fühlt man sich viel besser. Das mit dem Sport muss ich zwar auch noch üben – hier jedoch schon mal meine Tipps für mehr Spaß am Lesen:

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1. Absolute Basisausrüstung: Ein Buch

Es gab viele Momente, in denen ich in der Vergangenheit routinemäßig zu Candy Crush oder zur Frauenzeitschrift griff: In Verkehrsmitteln aller Art, beim Friseur oder wenn ich zu Früh zu einer Verabredung erscheine (ok, das kommt eigentlich nie vor…). Seitdem ich jedoch immer ein Buch eingesteckt habe, nutze ich meine Zeit viel besser. Und wenn es sich dann auch noch um ein gutes Buch handelt, vergeht die Zugfahrt plötzlich auch viel schneller als beim leidenschaftslosen Durchblättern der ewig gleichen Klatschblätter.

Schwere Wälzer schleppe ich aber nicht täglich mit mir herum. Da eignen sich kompakte Taschenbücher schon eher. Auch inhaltlich empfehle ich für die Zeit in Transportmitteln und Co. eher leichte Lektüre. Was mich auch schon zum nächsten Punkt bringt:

2. Multitasking ist dein Freund

Parallel lesen lohnt sich. Manche Bücher lassen sich an bestimmten Orten oder zu einer bestimmten Zeit besser lesen als andere. Im Sommerurlaub habe ich auf andere Bücher Lust als an einem Sonntagabend im November. Morgens lese ich lieber simple Bücher mit kurzen Kapiteln und im Taschenbuchformat, während die Abendlektüre gerne anspruchsvoller sein darf. Deshalb staple ich zukünftiges Lesematerial neben dem Bett und greife nach Belieben zu. Manchmal lese ich bis zu vier Bücher auf einmal. Bücher verschiedener Genres – z.B. Sachbücher und Romane – eignen sich besonders gut zum parallel lesen, da die verschiedenen Plots weniger durcheinandergebracht werden.

3. Keine Zwangslektüre: Spaß geht immer vor

An Ulysses und Co. habe ich mich im letzten Jahr nicht erneut versucht und werde ich wohl auch nicht in der nächsten Dekade. Dafür habe ich zahlreiche Autobiographien von Rock- oder Punkmusikern gelesen, sowie viele viele Bücher von coolen Frauen, die mich inspirieren. Den intelligenten Empfehlungsmechanismen von Amazon sei Dank habe ich bei meiner Auswahl auch kaum falsch gelegen. Falls sich das vermeintlich spannende Buch aber doch als Griff ins Klo entpuppen sollte: Adios bye! Schnell weg damit – und zwar ohne schlechtem Gewissen.

4. Motivation in Buchclubs finden

Klassische Buchclubs sind nicht ganz mein Fall, doch im WWW gibt es zum Glück auch digitale Ableger, die einem die Diskussionsrunden mit fremden Menschen (pfui!) ersparen. Our Shared Shelf von Emma Watson ist wohl der bekannteste, und auch bei Between Two Books auf Instagram gibt es haufenweise Inspiration.  

5. Zeitfresser “Zappen”

Ich besitze schon seit Jahren keinen Fernseher mehr, dafür bin ich aber total internet- und seriensüchtig. Manchmal kostet es echt viel Überwindung, die Glotze oder den Computer abzustellen. Es lohnt sich jedoch, hier Willensstärke an den Tag zu legen. Denn wie es endet, wenn man “nur noch die eine Folge” oder “nur noch schnell ein Video auf Youtube” schaut, das wissen wir ja alle. Und auch wenn im TV viele potentiell lehrreiche Sendungen laufen: Letzten Endes verschwenden wir meistens doch nur unsere Zeit, und könnten beim Lesen um einiges mehr lernen…  

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